Jeyaratnam Caniceus

Mitglied der ÖDP
Ratsherr der Stadt Kempen

 

Caniceus: Erinnerung stärken
von Westdeutsche Zeitung
19.02.18     Klicks:4160     A+ | a-
Der Kempener Kreistagsabgeordnetewill den Besuch von Gedenkstätten fördern.

Jeyaratnam Caniceus, fraktionsloser Abgeordneter im Kreistag, setzt sich zur Bewahrung und Stärkung der Erinnerungskultur ein. In einem Antrag an Landrat Andreas Coenen (CDU) fordert Caniceus, dass die Schulen im Kreis Viersen Radikalismus und Antisemitismus vorbeugen sollen. Nach Ansicht des Kempeners, der bis vor wenigen Monaten für die Grünen im Stadtrat und im Kreistag gesessen hat, soll die Kreisverwaltung die Berufsschulen konzeptionell und finanziell für den Besuch von Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus unterstützen. „Weiter möge der Kreistag beschließen, ab dem Haushaltsjahr 2018 jährlich 15 000 Euro für das Projekt zu berücksichtigen. Dabei sollten Kreis-VHS und KIZ (Kommunales Integrationszentrum) als Projektpartner die Berufskollegs unterstützen. Außerdem möge die Kreisverwaltung aufzeigen, wie Gedenkstätten-Fahrten für die Berufskollegs finanziert werden können“, heißt es im Antrag von Caniceus.

Studie: Schüler zeigen Defizite beim Geschichtswissen

Als Begründung liefert er unter anderem eine Umfrage der Hamburger Körber Stiftung, die zeige, dass es bei der Vermittlung von Geschichtswissen Defizite gibt: Weniger als die Hälfte der Jugendlichen (47 Prozent) weiß, wofür Auschwitz-Birkenau steht. „In Zeiten, in denen Rechtsextremismus, Populismus und Antisemitismus in unserer Gesellschaft zunehmen, haben wir die Verantwortung, vor allem junge Menschen zu sensibilisieren“, so Caniceus. „Die Berufskollegs im Kreis Viersen repräsentieren unsere Bevölkerungsstruktur. Auch bei Zugewanderten ist Antisemitismus keine Seltenheit.“

Im Kreis pflege man eine lebendige Erinnerungskultur, so Caniceus. „Aber all dies kann den Besuch einer KZ-Gedenkstätte nicht ersetzen. Wir müssen die Kreis Viersener Schüler unterstützen, diese Gedenkstätten zu besuchen. Auch 73 Jahre nach Kriegsende bleibt die Erinnerung an den Holocaust eine Angelegenheit aller Bürgerinnen und Bürger, die in Deutschland leben.“ Red


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