Jeyaratnam Caniceus

Mitglied der ÖDP
Ratsherr der Stadt Kempen

 

Kempens Problem mit Mietwohnungen
von Rheinische Post - Willi Schöfer / Foto: Kaiser
26.10.16     Klicks:3898     A+ | a-
Bezahlbarer Wohnraum ist in der Thomasstadt knapp. Die Politik sucht seit Jahren nach Lösungen, den sozialen Wohnungsbau in der Stadt stärker anzukurbeln. Experten diskutierten das Thema auf Einladung der Grünen.

Wie kommt die Stadt künftig an preiswerten Wohnraum? Mit welchen Instrumentarien? Vielleicht mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft? Wie kann man Landwirte verpflichten, einen Teil ihrer nicht mehr selbst bewirtschafteten Flächen in der Nähe der Innenbereiche zu vertretbaren Preisen oder im Tausch abzugeben, um darauf bezahlbare neue Wohnungen für die Kempener Familien zu bauen? Das waren einige der Fragen, die am Montagabend bei einer Veranstaltung der Kempener Grünen diskutiert wurden.

Seine Erfahrungen als langjähriger Stadtplaner und jetzt freiberuflicher Entwicklungsplaner brachte der 65-jährige Gerhard Klopsch, Ratsmitglied und ehrenamtlicher Bürgermeister in Münster, ein. Er appellierte an die Kommune: "Wenn der Bedarf eindeutig dargelegt ist, arbeiten sie mit allen erforderlichen Mitteln an der Umsetzung. Dazu gehört unter anderem auch ein Umlegungsverfahren, um bei entsprechenden Tauschgeschäften in den Besitz des Ackerlandes zu kommen."

Etwa 30 Zuhörer, darunter auch Vertreter von SPD und CDU, waren in das Restaurant "Ela" in der Kempener Altstadt gekommen. Am Podium nahm unter anderem Kempens Beigeordneter Michael Klee Platz. Nach Ansicht des Sozialdezernenten sei das von Klopsch genannte Münsteraner Modell mit den verschiedenen Instrumentarien für die Innen- sowie Außenbereiche nicht so ohne weiteres auf Kempen übertragbar. Klee: "Bei allem Druck, der derzeit im Kessel ist, haben wir aktuell keine geeigneten Flächen. Als Stadt gehen wir immer wieder hausieren, aber die Landwirte behalten partout ihr Land, verpachten es lieber, als es der Gemeinde zu überlassen."

Klee wünscht sich aber sehr wohl ein besseres Handlungskonzept Wohnen und mehr Unterstützung vom Land, was die Ausweisung zusätzlicher Flächen für Wohnbau im Regionalplan, mehr öffentlich geförderten Wohnraum oder eine funktionierende Mietpreisbremse angeht. Nur dann könne die gewollte Durchmischung der Quartiere mit Jung und Alt erfolgreich sein. "Davon sind wir in Kempen noch meilenweit entfernt", sagte Klee.

Foto:
Eines der wenigen Projekte des Mietwohnungsbaus, die derzeit in Kempen realisiert werden, ist das neue Mehrfamilienhaus an der St. Huberter Straße in der Nähe des Bahnhofs.


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