Jeyaratnam Caniceus

Mitglied der ÖDP
Ratsherr der Stadt Kempen

 

Lob vom Grünen-Chef Özdemir
von Rheinsche Post - Gert Udtke
30.04.10     Klicks:3827     A+ | a-
Stadt Kempen. Sogar das Fernsehen war da, als gestern der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir Kempen besuchte. Allerdings war es nicht das deutsche, sondern der tamilische TV-Sender "Global Tamile Television" mit Sitz in England, der weltweit kostenlos über Satellit zu empfangen ist. Dass ein Kamerateam drehte, war dem Kempener Ratsherrn Jeyaratnam Caniceus aus Sri Lanka zu verdanken. Mit dem malerischen Wochenmarkt als Hintergrund, interviewte er an einem Stehtisch seinen grünen Parteichef, aber auf deutsch.

Vor wenigen Tagen noch mit einer Gruppe beim amerikanischen Präsidenten Obama zu Gast, machte Özdemir gestern Station in Kempen. Die "Grün macht mehr möglich-Tour" in einer BMW-Limousine führte den 44-Jährigen nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Kempen und einem Mittagessen im "Ela" weiter ins Ruhrgebiet.

Kempen war für den Bundespolitiker kein Begriff, "doch es liegt in Nordrhein-Westfalen und hier ist Landtagswahl", erklärte er, während er einen Vitamintrunk und "Dinkel Spritzgebäck" am Bio-Stand des Wachtendonker Schniedershof genoss: "Schmecken klasse", lobte er Hofinhaber Matthias Merholz. Geschäftstüchtig warb der Naturkostlieferant um den Kunden: "Die Kekse kannst du über unsere Biokiste mitbestellen."

Über Politik wurde auch geredet. Der Grünen-Chef lobte seine Kempener Parteifreunde, weil ihre Wahlergebnisse über dem Durchschnitt liegen: "Das ist immer gut." Auf ähnliche Erfolge setzt er bei der Landtagswahl am 9. Mai, wo er die Chance sieht, die CDU/FDP-Regierung in Düsseldorf abzulösen. Beide Parteien nannte er "kommunalfeindlich": So habe das Wachstumsbeschleunigungsgesetz der schwarz-gelben Bundesregierung die Kommunen in NRW 600 Millionen Euro gekostet. Die Bürgermeister dürften nicht länger Insolvenzverwalter sein, spielte Özdemir auf die kommunale Verschuldung an.

Nach den politischen Erklärungen bummelte der grüne Tross über den Markt, wo dann auch der lange vermisste heimische Landtagskandidat René Bongartz dazustieß: Es hatte bei dem Termin ein Missverständnis um eine Dreiviertelstunde gegeben. Währenddessen spazierte eine lange Schlange von Kindern aus dem Kempener Spatzennest ins Rathaus. Jedes hielt eine Tulpe in der Hand – allerdings nicht für den grünen Prominenten, sondern für ihre Erzieherin Maria Eggers, die nach 30 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde.


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