Jeyaratnam Caniceus

Mitglied der ÖDP
Ratsherr der Stadt Kempen

 

Ihr Platz in Kempen
von Rheinische Post - Christian Heidrich
18.03.09     Klicks:3810     A+ | a-
Stadt Kempen. In Wort und Bild zeigt das Fotoforum Kempen ab Sonntag im Rathaus, wo Bürger mit ausländischen Wurzeln ihren Platz in der Stadt sehen. Stadt und multikulturelles Forum unterstützen das Projekt. Bis Ende April ist es zu sehen.

Sie haben einen Platz in der Gesellschaft, in Kempen. Bürger mit Wurzeln im Ausland an ihrem Platz in Kempen zu fotografieren, haben sich zwölf Angehörige des Fotoforums Kempen unter Leitung des Fotografen Paul Maaßen in den vergangenen Monaten zur Aufgabe gemacht. Ergänzt um Zitate der Fotografierten werden die Porträts ab Sonntag auf 54 großen Tafeln im Foyer des Kempener Rathauses gezeigt. Um 11 Uhr eröffnet dort Bürgermeister Karl Hensel die Ausstellung "Mein Platz in Kempen – Kempener Bürger ausländischer Herkunft in Zitaten und fotografischen Porträts".

Die Initialzündung zur Ausstellung gab der Kempener Ratsherr Jeyaratnam Caniceus, sagt Volker Rübo, Kulturdezernent Erster Beigeordneter der Stadt. Den erreichte Ende 2007 eine Mail des Grünen-Politikers, in der dieser anregte, eine Fotoausstellung über Ausländer in Kempen zu machen. Nach Diskussionen im Multikulturellen Forum reifte die Idee, Kempener mit ausländischen Wurzeln zu suchen, die sich an ihrem Platz in Kempen fotografieren ließen und ihre Geschichte erzählten.

Ob vor dem Haus, in dem sie nach der Ankunft in Kempen zuerst wohnten, vor dem Wasserturm, dem Kuhtor, am Bahnhof oder vor Kirchen in Kempen, die Plätze der Fotografierten sind so unterschiedlich wie ihre Lebensgeschichten. Die haben die Journalisten Sabine Feyen, Michael Pluschke und Sonja Bernecker in Zitaten aufgezeichnet. "Viele sagen: Kempen ist meine Heimat geworden", fasst Sabine Feyen ihre Eindrücke zusammen.

Elmar Streyl, einer der zwölf Fotografen des Fotoforums, die sich an dem Projekt beteiligen, ist sich bewusst, dass die Ausstellung kein umfassendes Bild der Situation von Ausländern in Kempen abbildet. "Das, was nicht gezeigt wird, sagt auch etwas aus", sagt der 47-Jährige. Alice Alves Poeira, Sprecherin des Multikulturellen Forums Kempen, hält es für wichtig, dass die Ausstellung ein Lebensgefühl der Kempener mit ausländischen Wurzeln wiedergibt. 82 Nationalitäten leben in der Thomasstadt, 28 Nationen sind in der Ausstellung vertreten.

Paul Maaßen glaubt, dass die Ausstellung nicht bei einem Besuch zu erfassen ist. 54 Tafeln mit zwei bis fünf Fotos und mehreren Zitaten hängen ab Sonntag im Rathaus-Foyer. Er hofft, dass die Besucher mehrfach ins Rathaus kommen und sich die Ausstelllung nach und nach ansehen.

Volker Rübo hält die Schau, die mit Unterstützung von Sponsoren entstanden ist, für beispielhaft. Sie wird demnächst im Viersener Kreishaus gezeigt. Auch will Rübo die Ausstellung im Kultursekretariat Gütersloh, dem Kempen angehört, vorstellen.


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