Jeyaratnam Caniceus

Mitglied der ÖDP
Ratsherr der Stadt Kempen

 

Streit um Obdachlosenhaus
von Rheinische Post - SILVIA RUF-STANLEY
12.11.07     Klicks:3679     A+ | a-
Kempen (RP) Die Zuweisung von Aussiedlern und Asylbewerbern nach Kempen geht seit langem zurück. Deshalb wird das Gebäude Tönisberger Straße 89 in St. Hubert in Zukunft als Unterkunft für Obdachlose genutzt. Die SPD ist dagegen.

stadt KEMPEN Gegen die von der Verwaltung vorgeschlagene Umwandlung in eine Obdachlosenunterkunft wehrte sich die SPD im Ausschuss für Soziales und Altenarbeit am Montagabend. Bernd Burgsmüller (SPD) befürchtete Probleme mit der Nachbarschaft und der Pfadfinderschaft, die unmittelbar hinter dem Gebäude ihren Platz hat. Überdies sei das Thema zu kurzfristig und mit unzureichenden Informationen über die in Frage kommenden Personen vorgelegt worden.

Mathilde Bildstein (CDU) wandte sich „gegen die Diffamierung eines Personenkreises: Die Vermutung, die Sie zuletzt ausgesprochen haben, hat mich erschüttert.“ Vielmehr sei es die Aufgabe der Stadt, „Menschen, die oft unverschuldet ihr Obdach verlieren, menschenwürdig unterzubringen“. Dezernent Hans Ferber betonte, dass die Umwidmung schon seit rund einem Jahr im Ausschuss diskutiert werde. Gegen die Stimmen der SPD wurde die neue Nutzung des Gebäudes Tönisberger Straße 89 beschlossen. Selbstverständlich werde die Verwaltung dort wie bisher auf eine sozialverträgliche Unterbringung von Mietern achten, versicherte Ferber. Im Moment steht der Umzug einer Familie in das Haus an, weitere fünf Wohnungen werden für Notfälle bereitgehalten.

Ab der kommenden Saison gibt es auch für die Reihe „Samstag um halb fünf“ im Haus Wiesengrund ein Abonnement, beschloss der Ausschuss gegen die Stimme der FDP. Denn Christel Scommoda befürchtete, dass ähnlich wie beim Kabarett zu viele Karten in Abonnements fließen würden und so Besucher, die lediglich zu einer einzelnen Veranstaltung kommen wollten, keine Tickets mehr erhalten. Zudem blieben oft Plätze unbesetzt, weil die Abonnenten verhindert seien. Ferber regte an, maximal die Hälfte der Karten als Abonnement zu verkaufen. Ausschussvorsitzende Rosemarie Figge (CDU) schlug vor, dass auch für die Abonnementskäufer wie bisher freie Platzwahl gelten sollte. Gleichzeitig wird der seit 2003 unveränderte Eintrittspreis von vier auf fünf Euro angehoben; die Abos kosten 20 Euro für fünf Veranstaltungen.

Auf Antrag der Grünen berichtete die Verwaltung über den sozialen Wohnungsmarkt in Kempen. Jeyaratnam Caniceus bedankte sich für den ausführlichen Bericht, wünschte sich aber auch weiterhin „positive Impulse“ für des sozialen Wohnungsbau in Kempen. 1680 öffentlich geförderte Wohnungen gibt es in der Stadt Kempen, davon sind 380 Eigentumswohnungen oder -heime, und 1300 Mietwohnungen. Damit sei laut Verwaltung der Bedarf in der Stadt Kempen gedeckt.


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