Jeyaratnam Caniceus

Mitglied der ÖDP
Ratsherr der Stadt Kempen

 

Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund
von Jeyaratnam Caniceus
16.07.19     Klicks:1964     A+ | a-
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Rübo,
als Mitglied im Rat der Stadt Kempen stelle ich zur nächsten Sitzung des Organisations- u. Personalausschusses am 25.11.2019, alternativ zum kommenden Haupt- und Finanzausschuss oder Rat der Stadt Kempen folgenden Antrag.

Antrag:
Der Rat Stadt Kempen beauftragt den Bürgermeister und die Verwaltung unter Einbeziehung vom Personalrat ein Konzept oder ein Verfahren bis Anfang 2020 zu erarbeiten, um den Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund in der Verwaltung zu steigern. Eventuell soll man auch externe Hilfe in Anspruch nehmen. Folgende Punkte sollten zur  Personaleinstellung sowie zur Gewinnung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund berücksichtigt werden:

Besondere Maßnahmen zur Anwerbung von Personen mit Migrationshintergrund z.B. textliche und graphische Hinweise zur Diversity in den Stellenausschreibungen
Hinweise bei der Stellenausschreibung auf die interkulturelle Kompetenz und Mehrsprachigkeit
Maßnahmen zum Abbau von Zugangshemmnissen, z.B. Schulung von Bewerberinnen und Bewerbern mit Migrationshintergrund
Weitere systematische interkulturelle Schulungen für die Mitarbeiter/innen der Verwaltung
Vorzeitige Informationen und Veranstaltungen in den weiterführenden Kempener Schulen

Begründung:
Die interkulturelle Öffnung der Verwaltung sollte als eine Selbstverständlichkeit und Querschnittsaufgabe zu verstehen sein. In Kempen haben ca. 20 % der Menschen einen Migrationshintergrund. Ein unscheinbarer Hinweis auf der Städtischen Homepage ist nicht zielführend. Angesichts des Personalmangels muss sich die Verwaltung mehr für Menschen mit Migrationshintergrund öffnen.
Die Verwaltung der Zukunft geht nur über Integration und Migration. Es möge niemand behaupten, dass wir beispielsweise genug Reinigungskräfte mit Migrationshintergrund besitzen. Städte wie Wuppertal werben seit Jahrzehnten erfolgreich Menschen mit Migrationshintergrund an. Was in der Landesregierung Baden-Württemberg funktioniert, sollte doch auch in einer Stadtverwaltung möglich sein: Mehr Menschen mit Migrationshintergrund für die Arbeit im öffentlichen Dienst zu gewinnen.

Die Stadt Kempen muss in Zukunft gezielt Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen. Dafür müssen wir geeignete Instrumente finden. Die Stadt Viersen hat mittlerweile eine türkischstämmige Dezernentin. Das ist ein guter Anfang. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt Kempen sollte sich auch in der Verwaltung widerspiegeln.

Die Verwaltung der Zukunft soll auf dem Fundament der Vielfalt stehen.

Mit freundlichen Grüßen
J.Caniceus


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