Jeyaratnam Caniceus

Mitglied der ÖDP
Ratsherr der Stadt Kempen

 

Haushaltrede 2018 Im Rat der Stadt Kempen am 20.03.2018
von Jeyaratnam Caniceus - ÖDP Kempen
20.03.18     Klicks:2142     A+ | a-
Herr Bürgermeister,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
es ist mir eine große Ehre und Freude zugleich, heute meine erste Haushaltsrede als Ratsmitglied der Stadt Kempen zu halten. Keine Angst, es dauert nicht lange, ich möchte mich nur auf bestimmte Inhalte beschränken.

Kempen floriert aufgrund des wirtschaftlichen Erfolgs und raschen Wachstums der hier ansässigen Firmen und Geschäfte. Damit wächst auch die Nachfrage nach Wohnungen. Wohnungsmangel und steigende Mieten sind die Kehrseite der Medaille in der Stadt Kempen. Wir müssen uns daher sehr bemühen, die Wohnungen und Häuser im Stadtgebiet bezahlbar zu machen, damit Kempen auch in Zukunft für alle Kempener lebenswert bleibt. Die Grundlage für eine lebenswerte Stadt ist ausreichender, bezahlbarer und angemessener Wohnraum. Die Kempener Innenstadt darf kein Selbstbedienungsladen für Immobilienhaie und Wohlhabende werden. Mir geht es zuerst darum, dass für Menschen mit kleinerem und mittlerem Geldbeutel und für Familien mit Kindern bezahlbare Mietwohnungen in ausreichender Zahl vorhanden sein müssen. Wohnen ist für mich Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Das stärkt den sozialen Zusammenhalt.

Die GWG des Kreises Viersen hat laut eigenen Angaben in Kempen 471 Wohnungen. Ich könnte mir vorstellen, einen Mieterbeirat ins Leben zu rufen, der sich für die Interessen der Mieter einsetzt.

Ein weiteres Thema ist mir wichtig:
Ich unterstütze ausdrücklich den Beschluss der Stadt Kempen, den Stadtsportverband mit mehr Personal zu stärken.

Und ich würde mich freuen, wenn Kempen in Zukunft „essbar“ wird. Damit meine ich: Mehr essbare Früchte, Gemüse und Kräuter an Hecken, Grünflächen und Wäldchen. Viersen macht es vor mit Urban Gardening: Mitten in der Stadt werden öffentliche Flächen zur Verfügung gestellt, um dort Hecken mit Himbeer- oder Stachelbeer-Sträuchern anzulegen, vermehrt Obst- oder Nussbäume sowie Esskastanien zu pflanzen oder Gemüse und Kräuter anzubauen. Jeder Bürger darf säen und ernten, sich selbst versorgen. Das fördert die gesündere Lebensweise.

Ich möchte ein Kempen, in der Werte wie Menschlichkeit und Solidarität die Wegweiser der Stadtpolitik sind. Fremdenfeindlichkeit à la Pegida und AfD ist für mich absolut inakzeptabel. Von der Integration der neu ankommenden Mitbürger werden zukünftig alle zweifelsfrei profitieren.

Die Stadt Kempen hat in der Vergangenheit was die Unterbringung geflüchteter Menschen angeht Großartiges geleistet.
Ich möchte an dieser Stelle auch ein großes Lob an die Verwaltung aussprechen.

Die Politik in Kempen muss dafür sorgen, dass soziale Gerechtigkeit und sozialer Frieden in unserer Stadt auch in Zukunft erhalten bleiben. Die Menschen in Kempen, ihre Bedürfnisse und Anliegen müssen bei allen Entscheidungen an erster Stelle stehen. Ich will den Zusammenhalt der Kempenerinnen und Kempener untereinander stärken.

Ich will für sozialen, ökologischen und ökonomischen Ausgleich und gute Nachbarschaften sorgen und jedes Auseinanderdriften der Stadtgesellschaft verhindern.

Ich stimme dem Haushalt der Stadt Kempen in allen Anlagen zu.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Nur das gesprochene Wort gilt.
gez.
Jeyaratnam Caniceus


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